wie kam´s dazu?
Die Idee zu inSail enstand während der Dreharbeiten zu einer Reportage für das Bayerische Fernsehen - und ist ein außergewöhnliches Beispiel dafür, wie eine Filmidee wahrhaftig zu leben beginnen kann. „Hart am Wind“ hieß der BR-STOLPERSTEIN vom 1. November 2003. Thema: Segler mit Handicap. Offene Weltmeisterschaften in der 2.4mR Klasse in Eckernförde, Weltmeisterschaften der Handicap-Segler in Athen (2.4mR und Sonar), ein neuer Stützpunkt für Segler mit einer Behinderung in Bayern. In Lechbruck am See.

Alles begann mit „fiddler’s green“, die während eines Benefizkonzertes in Lechbruck auf der Bühne für eine neue Idee eine alte Segeljolle versteigert haben - Anschubfinanzierung für inSail . Es ging weiter mit der Begeisterung des Filmteams für die faszinierenden Leistungen der „Profi-Segler“ und ihrer Bootsklasse - der 2.4mR (Norlin MK 3). Konkret wurde es im Laufe der abendlichen und recht familiären „Drehbesprechungen“ während der Weltmeisterschaften in Eckernförde und Athen. Am Ende hatten wir nicht nur zwei Drittel unseres Filmes im Kasten, sondern auch ein Boot für Lechbruck: Die „hari-i-punkt“ des alten und neuen Weltmeisters und Paralympic-Siegers Heiko Kröger aus Kiel.

Das letzte Drittel der Reportage entstand in Lechbruck - und beschreibt die „Gründungsphase“ von inSail. Es gab ein Boot, es war etwas Geld vorhanden - und es fanden sich einige hoch motivierte Menschen, die dieses Boot und damit diese Idee auf’s Wasser bringen wollten. Das geschah - ungetrübt durch vielfältige Improvisationen - am 11. Oktober 2003. Heiko Kröger in Lechbruck. Der Weltmeister übergibt sein Boot. Stapellauf und Bootstaufe. Aus der „hari-i-punkt“ wird die „no limits“ - und Heiko Kröger wird zu „ersten Menschen, der je in einer 2.4 den Lech befahren hat“ (Filmzitat).

Gesendet wurde „Hart am Wind“ im November 2003. Diejenigen aber, die in Lechbruck dabei waren, hat „das Fieber gepackt“. Filmautor und Mitwirkende sind zu Protagonisten geworden für ein „echtes Stück Realität“ - für inSail. Andere Menschen sind hinzu gekommen, haben sich anstecken lassen von der Begeisterung. Noch immer ist Segeln für Menschen mit Handicap etwas, das in Bayern wenig verbreitet ist. Es gibt nur wenige Stützpunkte, kaum geeignete Boote. Seit dem Herbst 2003 ist das in Lechbruck am See anders.