| Die Idee war nach den Dreharbeiten schnell geboren.
Die „no limits“ lag im Hafen und wollte gesegelt werden.
Und nichts hätten wir lieber gesehen als unser Boot auf der
Staustufe. Allerdings...
... allerdings hätte wir uns nichts mehr gewünscht
als immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Das aber ist
auf dem „Lechstausee Urspring“ ein Problem. Untiefen
und treibende Bäume machen die Ausfahrt aus dem Segelhafen
schwierig. Die Marina selbst trennt Schwemmgrund mit einer durchschnittlichen
Wassertiefe von 80 Zentimetern vom offenen Lechsee. „Kein
Problem, wir baggern die Staustufe aus...“, war schnell
entschieden. Die Untiefen auf dem Weg ins tiefe Wasser sollten
eine Betonnung bekommen. Am besten wäre es, wenn zu diesen
Zwecken die Staustufe um eineinhalb Meter abgelassen würde...
Unzählige Male haben wir die Möglichkeiten diskutiert.
Mit Lot und Faden haben wir den Lech vermessen, mit Stangen
haben wir die Beschaffenheit des Untergrundes erforscht. Karten
gezeichnet, Angebote eingeholt.
Nach der Winterpause haben wir die „no limits“
wieder ins Wasser gesetzt, sie auf die Seite gelegt und über
den Schwemmgrund gezogen. Nicht ohne konkreten Anlass - denn
inzwischen hatten die Informationen über inSail ihre Kreise
gezogen. Plötzlich kamen Menschen mit Handicap in den Hafen
- und wollten segeln. Unser Plan schien aufzugehen, doch die
Realität hat uns eingeholt. Mehrere Grundberührungen
auf dem Weg ins freie Wasser vor der Staumauer haben uns veranlasst,
das Boot wieder in den Hafen zu schleppen. Wir wollen kein Risiko
- weder für die Menschen, die bei uns segeln noch für
unser Material.
„Das unmöglich Erscheinende möglich machen“
lautet unsere Devise. Allerdings: Nicht um jeden Preis. Um aus
der Lechbrucker Staustufe ein sicheres Segelrevier für
eine 2.4mRzu machen ist ein Aufwand notwendig, der uns weder
vertretbar erscheint noch für inSail finanzierbar ist.
(Außerdem entfällt damit die Notwendigkeit, im Segelhafen
einen Bootskran zu bauen).
Dennoch funktioniert inSail - mit der „no limits 2“
und der „no limits 3“. Diese Boote haben auf dem
flachen Wasser kleine Schwierigkeiten. Gerade der Trimaran hat
sich als ideale Alternative zur 2.4 erwiesen - und wird von
jedem, der einmal darin gesessen ist, heiß und innig geliebt.
Natürlich ist uns das nicht genug. Eine Spendendose wollen
wir aus unserem Flaggschiff nicht machen. Nach langen Überlegungen
und Diskussionen haben wir beschlossen, das Boot an einen zweiten
inSail-Stützpunkt zu legen. Diesen Stützpunkt, möglichst
mit einer geeigneten (barrierefreien) Infrastruktur suchen wir
derzeit. Ideal erscheint uns der nahe gelegene Forggensee -
die Möglichkeiten werden derzeit abgeklärt. Alternativ
kommen natürlich die faszinierenden, aber weiter von Lechbruck
entfernten Segelreviere an Starnberger See und Ammersee in Frage.
Wo wir segeln werden, wissen wir noch nicht. Was wir wissen
ist, dass wir unbedingt noch in dieser Saison die 2.4 zum Einsatz
bringen wollen - und zwar immer mit mindestens einer Handbreit
Wasser unter dem Kiel...
Wir wollen noch mehr: Wir wollen aus inSail einen eingetragenen
Verein machen und die Gemeinnützigkeit beantragen. So schlagen
wir uns nicht nur mit den Untiefen im Lechstausee herum, sondern
durchwaten auch die Untiefen des Vereinsrechtes und setzen uns
nicht nur mit Wetter, Wind und Wasser, sondern auch mit Satzungsentwürfen
auseinander. Wir gehen davon aus, dass noch in dieser Saison
aus inSail ein inSail e.V. wird.
Spenden an inSail sind derzeit noch nicht steuerabzugsfähig!
|